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“100 Stunden der Astronomie” in Österreich

In Österreich gab es rund 50 Veranstaltungen im Zuge der “100 Stunden der Astronomie”, von denen hier nur einige exemplarisch beschrieben werden können.

In Wien fand am 2.4.2009 eine Pressekonferenz im Naturhistorischen Museum statt, bei der das lokale Programm vorgestellt und ein Film zum Thema Lichtverschmutzung mit dem Titel “Die Helle Not” präsentiert wurde.

Am 3.4.2009 fand an der Wiener Universitätssternwarte ein Vortragsabend mit Sonderführung statt. Im Mittelpunkt standen dabei das neue Buch “Helden des Himmels” von Christian Pinter, die gerade aktuellen Ausschnitte aus dem Webcast “Rund um die Welt mit 80 Teleskopen” sowie der Anblick des Saturn mit seinen Ringen und Monden am 68cm-Refraktor des Observatoriums.
Bildergalerie vom Aktionstag 3.4.2009 an der Wiener Universitätssternwarte hier.

Am 4.4.2009 fand als Höhepunkt des Programms ein Aktionstag im und vor dem Naturhistorischen Museum in der Wiener Innenstadt statt. Bei strahlendem Wetter wurden vor dem Museum zahlreiche Fernrohre aufgebaut - vom 7cm-H-alpha-Sonnenteleskop über 20cm- und 28cm-Schmidt-Cassegrain-Teleskope bis zum 46cm-Dobson. Hunderte Passanten blickten staunend durch die auf verschiedene irdische und kosmische Objekte gerichteten Optiken. Die lokale Fassaden- und Parkbeleuchtung wurde abgeschaltet, um bessere Beobachtungsbedingungen zu schaffen.
Bildergalerie vom Aktionstag 4.4.2009 in Wien vor und im Naturhistorischen Museum hier.

Parallel dazu wurden im Museum Vorträge und astronomische Experimente dargeboten, so etwa “Kometen basteln” oder “Die Sonne kochen sehen”. Eine künstlerische Aktion, “Rollende Sterne und Planeten”, rundete das Programm ab.

Am 5.4.2009 wanderten etwa 200 Besucher auf den noch verschneiten höchsten Gipfel des Wienerwaldes, den Mitterschöpfl (883m über dem Meeresspiegel), um dort das größte Spiegelteleskop Österreichs - einen 1.52m-Reflektor - zu besichtigen.

In und bei Graz wurden zwei astronomiehistorische Ausstellungen eröffnet: “Reisen bis zu den Sternen” (noch bis Anfang 2010 im Zisterzienserstift Rein zu sehen) sowie “Astronomia nova” (bis Anfang Oktober 2009 in der Universitätsbibliothek Graz). Beide Ausstellungen beinhalten sehr wertvolle Manuskripte, Inkunabeln und andere Bücher, die unser Weltbild revolutionierten. Weitere Veranstaltungen in der Landeshauptstadt der Steiermark waren “Ein Fest für Johannes Kepler” sowie Vortragsabende und Tage der Offenen Tür an dortigen Forschungs- und Volksbildungseinrichtungen (Institut für Physik, Institut für Weltraumforschung, Observatorium Lustbühel, Sternwarte Steinberg).
Bildergalerie vom Aktionstag 4.4.2009 - Fuehrungen am Observatorium Lustbühel in Graz im Rahmen der 100h der Astronomie hier.

In Linz fand vom 3. bis 5.4.2009 die “Central European Deep Sky Imaging Conference” statt, bei der Astrophotographen aus ganz Europa ihre besten Aufnahmen zeigten und Techniken der Bildverarbeitung diskutierten.

In Salzburg war nicht nur die Volkssternwarte mehrere Tage in Folge geöffnet, sondern es wurden auch Teleskope am Salzachkai aufgebaut. So konnten zahlreiche Salzburger “Astronomie im Vorbeigehen” erleben; es wurden in Summe weit über 600 Besucher gezählt.

In Innsbruck lud am 5.4.2009 das Institut für Astro- und Teilchenphysik zu einer Rezitation von Gedichten, in denen Sterne eine besondere Rolle spielen. Dadurch sollten die zahlreichen Querverbindungen zwischen Astronomie und Literatur bewusst gemacht werden.

Insgesamt konnte die Vielfalt dessen, was Astronomie so faszinierend macht, einem großen Publikum nahegebracht werden. Persönliche Gespräche zeigten immer wieder, wie viele Menschen noch nie mit Teleskopen und mit unserem heutigen Wissen über den Kosmos in engere Berührung gekommen sind und dies doch gerne tun, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.

Andere Berichte über “100 Stunden der Astronomie” in Österreich sehen Sie hier:
Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie hier.